Am 25.11.2017 fand auf der auf der deutsch-österreichischen Grenze eine große Notfallübung im Bereich des Bahnhofs Freilassing statt.


Im Vorfeld der Übung bereiteten die Organisatoren der Feuerwehr, des BRK und der Bahn folgendes Szenario vor:
Auf der Saalachbrücke kollidieren ein Zug der Österreichischen und ein Zug der Deutschen Bahn. In den Zügen befinden sich mehrere Reisende sowie die beiden Lokführer, die zum Teil schwer verletzt wurden. Das Gelände ist aufgrund der Topografie unwegsam und wegen der Lärmschutzwände schwer zugänglich.


In den frühen Morgenstunden wurden die Übungszüge zugeführt, das Szenario aufgebaut und die Statisten geschminkt, dann fiel gegen 09:20 Uhr der Startschuss für die Notfallübung.


Bevor die Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Freilassinger BRK vor Ort mit den Rettungsarbeiten beginnen konnten, mussten sie jedoch noch die Bestätigung der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn abwarten, dass der Bahnbetrieb eingestellt und die Oberleitung abgeschaltet ist.


Die Einsatzkräfte verschafften sich zunächst einen Überblick über die Situation. Dann wurden die Verletzten erstversorgt und für den Transport vorbereitet. Dabei kam auch der von der Deutschen Bahn zur Verfügung gestellte "Rüstsatz Bahn" (bestehend aus fünf Schleifkorbtragen, zwei Rollpaletten und einer Arbeitsbühne) zum Einsatz. Die Verletzten wurden über die speziellen Schienenfahrzeuge abtransportiert und zum Rettungszelt des BRK gebracht, wo sie ärztlich versorgt und für den Weitertransport vorbereitet wurden.


Ein weiterer, wichtiger Schwerpunkt der Übung lag bei der Kommunikation und der Zusammenarbeit aller Beteiligter. Hier waren die zentrale Fragen, auf die die Beobachter ganz besonders achten sollten:
-   „Wie zeitnah wird der zuständige Notfallkoordinator bzw. die Notfallleitstelle alarmiert“
-   „Werden alle, am Prozess Beteiligten verständigt“ und
-   „Wie funktionieren die Schnittstellen“


Aus Sicht der Beobachter und aller an der Übung Beteiligten verlief die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Einsatzleitern zu den internen und externen Stellen reibungslos.


Die gewonnen Erkenntnisse werden in den nächsten Tagen bei einer Nachbesprechung zusammengefasst und die Einsatzkonzepte ggf. ergänzt.Insgesamt betrachten wir die Übung als sehr erfolgreich und gelungen. Alle Einsatzkräfte waren sehr engagiert und leisteten bei der Übung eine hervorragende Arbeit.

 

An dieser Stelle möchten wir allen beteiligten und mitwirkenden Einsatzkräften der Feuerwehren und des BRK sowie den Mitarbeitern der ÖBB und der DB für deren großartiges Engagement danken. Unser Dank gilt aber auch den Statisten - den Auszubildenden der Deutschen Bahn, die sich bereits in den frühen Morgenstunden auf dem Weg von München nach Freilassing gemacht haben.