Ehrenamtliche BRK-Bereitschaft sammelt für ihr obdachloses, mobiles Krankenhaus

 Wie bereits berichtet will die BRK-Bereitschaft Stadt Freilassing auf dem Gelände am Rotkreuz-Haus in Freilassing eine Einsatzgarage für ihren Gerätewagen Sanität (GWSan25) errichten. Um das aktuelle Defizit in der Finanzierung  von rund 20.000 Euro auszugleichen haben die Ehrenamtlichen unter anderem eine Spendendosen-Aktion ins Leben gerufen, an der sich 25 Betriebe, Läden und Unternehmen in Freilassing, Saaldorf und Surheim beteiligen. „Jeder Euro zählt, ist wichtig und fließt ohne Abzüge direkt in das Garagen-Projekt – bleibt also in der Region; wenn jeder ein bisschen was her gibt, ist vielen Menschen geholfen!“, betont Projekt- und Bereitschaftsleiter Stefan Fuchs.

Die Bereitschaft ist auf die Spendenbereitschaft der heimischen Bevölkerung angewiesen.
In folgenden Betrieben kann bis zum August gespendet werden:

Bäckerei Unterreiner (Münchner-, Bahnhofstraße, Surheim)

Edeka Albrecht

Getränkemarkt Hoff

TOP Getränkemarkt (Ludwig-Zeller-Straße und Bahnhof)

Lotto-Zeitschriften Zerrer (Globusmarkt und Reichenhallerstr.

Bäckerei Noppinger (Weildorf und Saaldorf)

Optik Hartmann

Metzgerei Winklmaier

Buchhandel und Schreibwaren Bernhard und Franz Krittian

Freibad Freilassing

Elektro Kälte Klima Kaiser

Nah und gut Binder

EisCenter Freilassing Münchnerstraße

Eisdiele Fußgängerzone

Metzgerei Gumpinger Feldkirchen

Bahnhofs-Apotheke

Blumen Pichler

Intersport Bauer

Metzgerei Mayer Saaldorf

Möbel Reichenberger, Hammerau

Fuchs: „Wir bedanken uns bei allen Geschäften für die gute und reibungslose Zusammenarbeit und Unterstützung sowie bei allen Spendern! Helfen Sie, damit wir auch weiterhin helfen können!“ Wer den Garagenbau unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto 737 bei der Sparkasse Berchtesgadener Land, Bankleitzahl 71050000, IBAN DE16710500000000000737 BIC: BYLADEM1BGL Verwendungszweck: „Garagenbau Bereitschaft Freilassing“ einzahlen. Die Buchhaltung des Roten Kreuzes stellt dafür entsprechende Spenden-Quittungen aus.

Zum Hintergrund:

Er ist ein mobiles Krankenhaus, steht seit der Auslieferung 2013 oft unter freiem Himmel und ist Sommer wie Winter teils extremen Witterungseinflüssen ausgesetzt, wodurch vor allem die medizinische Ausrüstung leidet: Der Gerätewagen Sanität der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaft Stadt Freilassing transportiert eine komplette Ausstattung für 25 Notfallpatienten und ist zentrales Modul einer so genannten Schnell-Einsatz-Gruppe Behandlung, zu der auch zehn Sanitäter und ein Mannschaftstransportwagen gehören. Die Sanitätseinheit kümmert sich als Ergänzung des regulären Rettungsdienstes bei Großschadenslagen um den Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes, beispielsweise 2013 bei der Hochwasser-Katastrophe in Freilassing oder bei größeren Bränden wie 2015 beim Pfarrerbauern in Schneizlreuth, wo sechs Männer ums Leben kamen. Das Fahrzeug verfügt über Digitalfunk, eine elektrische Ladebordwand, eine Rückfahrkamera, Rundumbeleuchtung, ein aufblasbares Zelt mit Heizung und Licht, ein Aggregat zur Stromerzeugung, Rollwagen und ausziehbare Fächer mit Sanitätskisten, in denen beispielsweise Schienen und spezielle Tragen, Frühdefis, Beatmungsgeräte, Sauerstoffflaschen, ständig vorgewärmte Infusionen, Medikamente und sehr große Mengen an Verbandsmaterial untergebracht sind. „Die sterilen Verbände sind 20 Jahre haltbar und müssen deshalb nicht ständig ausgetauscht werden“, erklärt Bereitschaftsleiter Stefan Fuchs.